Wachtelvater Rudolf Fries schrieb: „dunkelbraun, oft mit einigen weißen Abzeichen an Brust und Zehen; auch weiß mit braunen Platten und weiß mit braun gesprenkelt oder sonst gemischt.

Gelbe Abzeichen sind nicht erwünscht und sollen durch die Zucht möglichst ausgemerzt, einstweilen arbeitsdisqualifiziert noch nicht gerechnet werden.“

Ganz so wie Rudolf Fries dies geschrieben hat, sollte die Diskussion zur Farbwahl des Wachtelhundes heute nicht geführt werden. Es ist vielmehr der persönliche Geschmack des Besitzers, der bei der Farbwahl den Ausschlag geben sollte. Eine Unterscheidung in der Jagdart (Weitjager/Kurzjager) abhängig – vom Farb-Schlag – konnte ich bislang nicht erleben. Zumindest nicht in einer Intensität, die auf einen generellen Unterschied hinweisen könnte.

Ich persönlich genieße es sehr, wenn ich mit meiner braunen Hündin im Revier unterwegs bin, oder sie unter dem Sitz abgelegt ist, und sie dennoch von Wild nicht sofort eräugt wird. Gerade bei der Jagd auf Gams im Hochgebirge ist es meiner Erfahrung nach sinnvoll vielleicht eher mit einem nicht ganz so gut sichtbaren Hund unterwegs zu sein.

Oft wird angeführt, dass ein heller Wachtelhund bei der Drückjagd leichter zu erkennen und somit die Gefahr, dass er von einem heissblütigen Schützen beschossen wird, geringer sei.

Unsere braune Hündin jagt begeistert an Schwarzwild. Sie trägt auf diesen Jagden grundsätzlich ihren blaue Mikut-Weste. Neben der besseren Sichtbarkeit bietet die Weste einen deutlich besseren Schutz für den Hund. Somit ist auch ein brauner Wachtelhund bei der Drückjagd gut zu erkennen.

Ich würde es noch von Vorteil, dass braune Hundehaare auf den Teppich nicht so gut zu sehen sind – wenn sie natürlich auch vorhanden sind. Mit einem guten Staubsauger, auch mit größeren Reinigungsintervallen aus (beispielsweise bei der Fahrzeug-Reinigung) und dass jeder schon von weitem sieht, dass Hundehaare im Kofferraum sind.

Aber wie schon gesagt – entscheidend ist meiner Meinung nach der Geschmack des Hundeführers.